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Eingestellt: 13.07.21 | Besuche: 123

Großes Potenzial der Universitätsmedizin besser nutzen

Der Wissenschaftsrat möchte die Rolle der Universitätsmedizin nach den Erfahrungen in der Pandemie gestärkt sehen. „Die Pandemie ist nicht die einzige Herausforderung für unser Gesundheitssystem und – mit Blick auf den demographischen Wandel und Volkskrankheiten wie Krebs oder Diabetes – auch nicht die letzte. Umso wichtiger ist es, zu klären, welche Rolle die Universitätsmedizin künftig im Gesamtsystem einnehmen soll“, erklärt Professorin Dorothea Wagner, Vorsitzende des Wissenschaftsrats, und fordert eine „konsistente Strategieentwicklung an der Schnittstelle von Wissenschafts- und Gesundheitssystem“.

„Die Grundlage für ein solches Verständnis bildet die klassische universitätsmedizinische Aufgabentrias von Forschung, Lehre und Krankenversorgung“, so die Pressemitteilung des Wissenschaftsrats. „Dafür ist es entscheidend, dass die Universitätsmedizin auch künftig die gesamte fachliche Breite der Medizin auf der Höhe des wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungsstands abbilden kann, ohne dabei beispielsweise mit ökonomischen Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems in Konflikt zu geraten.“

Der Wissenschaftsrat bestimmt außerdem eine weitere, vierte Säule der Universitätsmedizin: systemrelevante Koordinations- und Innovationsaufgaben zwischen Wissenschaft und Versorgung. „'System- und Zukunftsaufgaben' bergen die Chance, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf eine neue Ebene zu heben und es für künftige Herausforderungen zu stärken. Großen Mehrwert für Patientinnen und Patienten verspricht eine regional vernetzte Versorgung mit der Universitätsmedizin als zentralem Koordinator.“

Zur Erklärung des Wissenschaftsrats

Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur künftigen Rolle der Universitätsmedizin zwischen Wissenschafts- und Gesundheitssystem