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Eingestellt: 06.10.21 | Besuche: 78

Trotz Corona: Gestiegene Zahlen internationaler Studierender an deutschen Hochschulen

Im Wintersemester 2020/2021 studierten rund 325.000 internationale Studierende an den deutschen Hochschulen. Das sind rund 5.000 Studierende (zwei Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Bundesrepublik ist damit das attraktivste EU-Land und liegt weltweit an vierter Stelle, hinter den USA, Australien und Großbritannien. Das geht aus der Publikation Wissenschaft weltoffen 2021 hervor, die der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) herausgegeben haben.
Verglichen mit 2019 ist dies ein Rückgang von 15.000 Erstsemestern aus dem Ausland (rund 20 Prozent) – im Jahr vor der Corona-Pandemie nahmen rund 79.000 Studierende aus dem Ausland ihr Studium in Deutschland auf. Für das Wintersemester 2022/2023 rechnet der DAAD mit einer Stabilisierung der Zahlen.

Die Zahlen sind auf den ersten Blick beeindruckend, schreibt Jan-Martin Wiarda in seinem Blog: „Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland um 80 Prozent gestiegen.“ Allerdings ist die Zahl der internationalen Studierenden in anderen Ländern noch schneller gestiegen: „Relativ gesehen ist Deutschland als internationaler Studienort also nur im Vergleich zu einzelnen Ländern beliebter geworden, insgesamt hat die Bundesrepublik schlicht ihren Teil vom Wachstum des globalen akademischen Austauschs abbekommen.“

Eine weitere Erkenntnis, die man dem Bericht entnehmen kann: Die Zahl der deutschen Studierenden, die im Ausland studieren, stagniert bei 135.000 – und ist also in Relation zur steigenden Gesamtzahl der Studierenden gesunken, von knapp sechs auf fünf Prozent.

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