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Neuigkeit
Eingestellt: 15.07.26

Digitale Resilienz wird zur strategischen Schlüsselkompetenz für Hochschulen

Ein neues Diskussionspapier des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) widmet sich einer der drängendsten strategischen Fragen der modernen Hochschullandschaft: Wie bleiben Institutionen in Zeiten permanenter technologischer und gesellschaftlicher Umbrüche handlungsfähig? Die Publikation analysiert die wachsende Kluft zwischen technologischer Beschleunigung und akademischen Zeitlogiken und etabliert digitale Resilienz als strategische Metakompetenz für die Hochschule der Zukunft. 

In der täglichen Praxis bewegen sich Hochschulen laut den Autorinnen Anja Westermann und Jannica Budde zunehmend im Modus einer „permanenten Ad-hoc-Krise“. Ob der plötzliche Durchbruch generativer KI-Tools oder dringende Warnungen vor Cyber-Sicherheitslücken – die Anpassungszyklen werden immer kürzer. Wer jedoch ständig Brände löscht, verbraucht wertvolles Innovationskapital und verliert die Zeit, „feuerfeste Häuser“ zu bauen. Die Folge ist eine Organisation, die zwar funktioniert, aber ihre strategische Proaktivität verliert.

Das Diskussionspapier des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) des CHE definiert "digitale Resilienz" als zentrale Voraussetzung dafür, dass Hochschulen angesichts von KI und Cyber-Angriffen handlungsfähig bleiben.

Digitale Resilienz geht demnach weit über IT-Sicherheit hinaus: "Sie ist eine ganzheitliche Gestaltungsaufgabe, die technische, organisationale und individuelle Ebenen verschränkt." Es geht demnach nicht darum, nach einer Störung starr zum alten Status quo zurückzukehren. "Vielmehr muss der Wandel flexibel in die institutionelle DNA integriert werden, damit Hochschulen in einer VUCA-Welt (Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity) vom getriebenen Objekt zum souveränen Akteur der digitalen Transformation werden."

Zum Download des Diskussionspapiers "Stabilität durch Wandel? Ein Problemaufriss zur digitalen Resilienz an Hochschulen"