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Die Organisation Global Coalition to Protect Education from Attack (GCPEA) hat für 2024 und 2025 weltweit mindestens 8.566 Angriffe auf Bildungseinrichtungen registriert
Das sind mehr als 40 Prozent mehr als im vorherigen Berichtszeitraum. Mindestens 10.600 SchülerInnen, Studierende, Lehrkräfte und andere Angehörige von Bildungseinrichtungen wurden getötet, verletzt oder anderweitig geschädigt.
Besonders betroffen waren Hochschulen in Palästina und der Ukraine. In Palästina wurden mehr als 29 Angriffe auf Hochschulen dokumentiert. 95 Prozent der untersuchten Hochschulgebäude waren bis Ende 2025 zerstört oder schwer beschädigt. In der Ukraine wurden mindestens 43 Angriffe auf Hochschulen registriert. Dies stelle einen leichten Anstieg gegenüber dem vorherigen Bericht von 39 Vorfällen in den Jahren 2022 und 2023 dar. Bei vielen dieser Angriffe seien Explosivwaffen, Luftangriffe oder Artilleriebeschuss zum Einsatz gekommen, so dass es Verletzte gegeben habe.
Der Bericht führt zudem Angriffe auf Studierende und Hochschulangehörige im Zuge der Unterdrückung von Protesten mit Bildungsbezug oder solchen auf dem Campus auf. Bei all diesen Gewaltvorfällen seien weltweit mindestens 570 Hochschulmitglieder getötet, verletzt oder entführt, rund 2.380 inhaftiert oder festgenommen worden.
Im Bericht Education Under Attack 2026 wird betont, dass es die Pflicht der Staaten ist, das Bildungswesen vor Angriffen zu schützen und dies präventiv und nicht nur reaktiv zu verfolgen. Für diese Aufgabe seien Investitionen in und die Unterstützung von koordinierten, proaktiven Systemen zur Erkennung und Abwehr neu auftretender Risiken entscheidend. Bei der Entwicklung dieser Systeme müssten die am stärksten gefährdeten Personen und die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Eine optimierte Datenerhebung über Gewalt könnte auch die Wirksamkeit von Interventionsmaßnahmen dokumentieren.
Letztlich seien auch die Verbreitung und Verankerung globaler Normen sowie verfügbarer Rechenschaftsmechanismen für Opfer notwendig. Daneben müsse das vertrauliche Beschwerdeverfahren staatlich geschützt werden.
