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Eingestellt: 13.05.22 | Besuche: 166

33. Mitgliederversammlung der HRK: Hochschulkommunikation als strategische Aufgabe, Solidarität mit den ukrainischen Hochschulen

Die in der HRK zusammengeschlossenen Hochschulen erklärten Ihre volle Solidarität mit den ukrainischen Hochschulen. Sie sicherten den geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler:innen aus der Ukraine größtmögliche Unterstützung zu. „Die Hochschulen können auf den früheren Erfahrungen aufbauen. Aktuell kommt es entscheidend darauf an, sowohl den geflüchteten Studierenden und Wissenschaftler:innen hier vor Ort konkrete Hilfe anzubieten als auch die ukrainischen Hochschulen zu unterstützen, zum Beispiel durch die Kooperation in virtuellen Studienprogrammen. Solche Kooperationen sind ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit unseren ukrainischen Partnern“, so HRK-Präsident Peter-André Alt. Im Jahr 1998 hat die HRK ein Rahmenabkommen zur Hochschulzusammenarbeit mit dem ukrainischen Rektorenverband unterzeichnet, das die Zusammenarbeit erleichtert. Aus aktuellem Anlass wurden die Hochschulen in beiden Ländern erneut zum Beitritt eingeladen. Derzeit sind 85 deutsche Hochschulen und 86 ukrainische Hochschulen dem Abkommen beigetreten.

Verabschiedet wurden auf der Mitgliederversammlung unter anderem auch Empfehlungen für die Gestaltung und Organisation von Hochschulkommunikation. „Das Papier verweist auf die große Bedeutung einer professionellen Hochschul­kom­mu­ni­ka­ti­on“, kommentierte Alt. „Diese umfasst längst nicht nur die Kommunikation über wissenschaftliche Themen im engen Sinn. Die Vielschichtigkeit der kommunikativen Aufgaben unserer Hochschulen spiegelt deren komplexe Leistungen und Strukturen sowie gesellschaftliche Rolle. Die HRK sieht deshalb die entscheidende Verantwortung für Konzeption und Organisation der Kommunikation bei den Hochschulleitungen.“ Das Zusammenwirken mit den Kommunikationsabteilungen, die Verantwortung der Hochschulen für die kommunikative Weiterqualifizierung und Medienkompetenz von Studierenden und wissenschaftlich Arbeitenden sind weitere Schwerpunkte des Papiers.
Für die Zukunft sieht die HRK die qualitative Entwicklung als vorrangig an. Beispielsweise gelte es, die Anreize für Kommunikationsleistungen in den Bedingungen der Forschungsförderung auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der angestrebten Qualitätsentwicklung zu überprüfen.
Die wissenschaftliche Community solle eine noch größere Wertschätzung für Kommunikationsleistungen entwickeln. In Berufungsverfahren sollten Hochschulen sich Publikationsformen jenseits der klassischen Fachkommunikation öffnen und die individuelle Kommunikation ihrer Lehrenden und Forschenden fördern – dieses jedoch ohne Wissenschaftler:innen, insbesondere jene in der Qualifizierungsphase, zu überfordern.