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Eingestellt: 09.03.23 | Besuche: 157

Ausgaben für F&E in Deutschland 2021 - neuer Höchststand mit insgesamt 112,6 Milliarden Euro

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland stiegen gegenüber 2020 um 5,6 Prozentpunkte: ein schon länger zu verzeichnender Aufwärtstrend – unterbrochen "lediglich im Corona-Jahr 2020, als die Ausgaben gegenüber 2019 um 3,4 Milliarden Euro (minus 3,1 %) auf 106,6 Milliarden Euro gesunken waren", so das Statistische Bundesamt. Die Ausgaben der Hochschulen stiegen um 3,3 Prozentpunkte (insgesamt 20,6 Milliarden Euro).

Zwar könne die Meldung des Statistischen Bundesamts durchaus Mut machen, schreibt Jan-Martin Wiarda. Aber sie mache auch deutlich, wie weit der Weg zu dem 3,5-Prozent-Ziel noch ist: "Schon ohne die Geldentwertung zu berücksichtigen, müsste Deutschland dafür innerhalb von vier Jahren knapp 15 Milliarden Euro zusätzlich lockermachen. Davon entfallen auf den Staat rund 4,9 Milliarden Euro. Plus Inflation dürften es rund sechs Milliarden sein."

Außerdem zeige die Erhebung des Statistischen Bundesamts, dass die Ausgaben der Hochschulen auch im Jahr 2021 nur unterdurchschnittlich gestiegen sind: 3,3 Prozentpunkte im Vergleich zu den gesamtstaatlichen 5,6 Prozent. "Vielleicht können ja die gegenwärtigen Krisen genau jene rasante Entwicklung bei den Zukunftsausgaben freisetzen, die für das Erreichen der 3,5 Prozent jetzt nötig wären", hofft Wiarda. "Womit allerdings echte Forschungs- und Entwicklungsausgaben gemeint wären und nicht etwa Energie-Krisenhilfen für die Forschung, die Statistiker ebenfalls als solche verbuchen."

Meldung des Statistischen Bundesamts

Blog von Jan-Martin Wiarda