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Eingestellt: 08.05.26

Bei Patentanmeldungen hängen Ost-Hochschulen die westdeutschen ab

Ostdeutsche Hochschulen melden durchschnittlich 3,9 Patente pro 1.000 Studierende an – das ist mehr als doppelt so viel wie ihr Pendant in Westdeutschland mit nur 1,8 Patenten.
Eine aktuelle Studie des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass Sachsens Hochschulen besonders innovativ sind: Dort werden 5,4 Patente pro 1.000 Studierenden angemeldet, gefolgt von Thüringen mit 4,7. Berlin und Nordrhein-Westfalen liegen am unteren Ende mit knapp über einem Patent je 1.000 Studierende. Bundesweit beträgt der Durchschnitt zwei Patente.
Unangefochtener Spitzenreiter: die TU Dresden. „Mit einem Jahresschnitt von 301,81 Patentanmeldungen ist sie die absolute Nummer eins in ganz Deutschland. Keine andere Universität, nicht einmal die großen technischen Schmieden in München (232,58) oder Aachen (221,06), kann mit diesem massiven Output an geschützten Erfindungen mithalten“, berichtet der MDR. Der Sender stellt eine interaktive Karte und detaillierte Listen der Hochschulen zur Verfügung.
Allerdings ist die reine Masse nur ein Teil der Wahrheit. Um die Innovationskraft wirklich vergleichbar zu machen, setzt das IW die Zahlen ins Verhältnis zur Größe der Hochschule. In diesem Ranking der "Patente je 1.000 Studierende" zeigt sich die wahre Stärke der kleineren, hochspezialisierten Standorte. Hier belegt die TU Bergakademie Freiberg mit einem einsamen Spitzenwert von 23,7 Anmeldungen pro 1.000 Studenten den ersten Platz in Deutschland.

Zum Kurzbericht des IW "Kooperationen prägen das Innovationsgeschehen deutscher Hochschulen"

Zum MDR-Beitrag "Patent-Power: Mitteldeutsche Hochschulen sind Innovationshochburgen"