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Neuigkeit
Eingestellt: 17.02.26

DAAD stellt seine Arbeit in Russland ein

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat seine Aktivitäten in der Russischen Föderation eingestellt, nachdem das russische Justizministerium ihn am 10. Februar auf die Liste der "unerwünschten Organisationen" gesetzt hat. Infolge dieser Entscheidung werden das DAAD-Büro in Moskau und das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Moskau geschlossen und die Auswahlverfahren für Stipendien in Russland gestoppt. DAAD-Stipendien für russische Studierende, Promovierende und Forschende, die bereits in Deutschland sind, laufen jedoch weiter, Bewerbungen aus Drittländern bleiben weiterhin möglich.

Der DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee bedauert die Entscheidung, betont aber, dass weiterhin Interesse an deutschen Studien- und Forschungsaufenthalten bestehe: Die Einstufung bringt akademische Kontakte zwischen Deutschland und Russland weitgehend zum Erliegen.

Über die Einstufung des russischen Justizministeriums und die Reaktion des DAAD berichtet auch die ZEIT.

Zur Pressemitteilung des DAAD

  

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Russland aufgefordert, die Einstufung des DAAD als "unerwünschte Organisation" zurückzunehmen. Er nannte die Maßnahme auf der Münchner Sicherheitskonferenz "völlig unbegründet" und einen Schlag gegen die Wissenschaftsfreiheit, weil sie eine Atmosphäre von Angst und Isolation schaffe und internationale Kontakte kriminalisiere.

Zur Meldung in der ZEIT