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Im Interview mit der Welt beschreibt Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, wie sich das Gleichgewicht in der akademischen Welt verschoben hat. Zum einen wollen viel mehr Studierende nach Deutschland: „Die Bewerbungen auf DAAD-Masterstipendien in Deutschland haben sich mehr als verdoppelt. Von einem enorm gestiegenen Interesse berichten auch die Kollegen der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft.“ Und zum anderen wollen weniger in die USA.
Mukherjee beobachtet auch, dass sich Chinas Position stark verändert hat und als Folge chinesische Studierende seltener ins Ausland gehen, da ihre Universitäten inzwischen zu den besten der Welt gehören. Als Beispiele nennt er Chemie, Physik, Materialforschung und KI-Technologien, wo chinesische Forschergruppen ganz weit vorn liegen.
Er mahnt an, bei allen Sicherheitsbedenken, unser Chinabild zu aktualisieren und mehr Kompetenz in dem Bereich aufzubauen.
