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Eingestellt: 15.10.26

Deutschlands Hochschulen weltweit gefragt

Neuer Höchststand bei internationalen Studierenden: In der aktuellen Ausgabe von Wissenschaft weltoffen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) geht es um die Zahl internationaler Studierender und Promovierender in Deutschland. Danach waren im Wintersemester (WS) 2025/2026 mit rund 426.200 Personen etwa sechs Prozent mehr als im Vorjahr an Hochschulen in Deutschland eingeschrieben. Damit liegt ihr Anteil an allen Studierenden in Deutschland bei 14,8 Prozent.
Und bei ihnen sind die Ingenieurwissenschaften mit 44 Prozent die beliebteste Fächergruppe, gefolgt von Mathematik und Naturwissenschaften (12 Prozent), so dass sich insgesamt ein MINT-Anteil von 56 Prozent ergibt. Bei den Herkunftsländern liegt Indien mit rund 69.000 Studierenden vorne und auf Platz zwei folgt China mit rund 39.000 Studierenden.

Im Jahr 2024 waren insgesamt über 86.700 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland beschäftigt: Rund 68.300 arbeiteten als wissenschaftliche und künstlerische Beschäftigte an deutschen Hochschulen, darunter 4.200 internationale Professorinnen und Professoren. An den vier größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen waren im selben Jahr weitere rund 18.400 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tätig. Im weltweiten Vergleich liegt die Bundesrepublik als Gastland internationaler Forschender auf Rang 2, hinter den USA und vor dem Vereinigten Königreich. 

Das internationale Wissenschaftspersonal stellt 16 Prozent des gesamten Wissenschaftspersonals an deutschen Hochschulen. An den vier größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen liegt der Anteil des internationalen Wissenschaftspersonals mit durchschnittlich 32 Prozent doppelt so hoch. Die häufigsten Herkunftsländer internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen sind Indien, China und Italien sowie bei den Professorinnen und Professoren Österreich, Italien, die Schweiz und die USA.

Rund 137.200 deutsche Studierende waren 2023 an Hochschulen im Ausland eingeschrieben. Dies entspricht einem Anteil von gut fünf Prozent an allen deutschen Studierenden im In- und Ausland. Seit 2011 liegen die Zahl und der Anteil der deutschen Auslandsstudierenden weitgehend unverändert auf diesem Niveau.

Eine andere Entwicklung zeigt sich bei den kürzeren, studienbezogenen Auslandsaufenthalten im Rahmen eines Studiums. Hier war seit 2009 ein Rückgang zu beobachten: Bis 2021 sank der Anteil von Studierenden, die im Rahmen ihres Studiums einen oder mehrere studienbezogene Auslandsaufenthalte durchführten, von 32 auf 19 Prozent. Vorläufige Zahlen der landesweit repräsentativen „Studierendenbefragung in Deutschland“ des DZHW zeigen nun, dass sich dieser Rückgang nicht weiter fortgesetzt hat: 2025 lag der Anteil auslandsmobiler Studierender demnach bei 20 Prozent.

Zur Pressemitteilung des DAAD

Zum Download von "Wissenschaft weltoffen 2026" (9 MB)