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Am 3. September fand die 36. Verleihung der Ig-Nobelpreise statt. Der Mathematiker Marc Abrahams hat 1991 die Verleihung des Ig-Nobelpreises gegründet für Forschung, die zum Lachen bringt und zum Nachdenken anregt. Ignoble bedeutet so viel wie schändlich.
In der Frankfurter Allgemeine befragt Johanna Kuroczik den Erfinder des Ig-Nobelpreises Marc Abrahams zur Entstehung und Entwicklung des Preises für kuriose Forschung. Abrahams erklärt, dass viele Dinge uns merkwürdig erscheinen, wenn sie außerhalb unseres Erfahrungshorizonts liegen, das gelte auch für die Forschung: „Nach der Zeremonie plaudere ich meist einzeln mit den Gewinnern, und immer sagt jemand zu mir: Die anderen Studien waren sehr witzig, aber warum hast du uns gewählt? Den Wissenschaftlern erscheint ihre Forschung nicht absurd, sie haben sich nicht überlegt, etwas möglichst Lustiges zu machen.“
Die Verleihung der Preise bekommt seit Jahren eine große Aufmerksamkeit, zumal sie von „echten“ Nobelpreisträgern vorgenommen wird. Abrahams ist wichtig zu betonen, dass man sich nicht über die Forscher*innen lustig mache, sondern ihnen Aufmerksamkeit geben möchte, denn vieles, was uns heute komisch erscheint, findet später seinen Weg in unseren Alltag.
Zum Interview „Vieles, was neu ist, wirkt am Anfang unsinnig“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
