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Eingestellt: 04.05.22 | Besuche: 243

Empfehlungen für eine zukunftsfähige Ausgestaltung von Studium und Lehre

Der Wissenschaftsrat schlägt in seinem 136 Seiten umfassenden Papier "Empfehlungen für eine zukunftsfähige Ausgestaltung von Studium und Lehre" eine umfassende Lehrreform vor. Die Anforderungen an Hochschulabsolvent:innen werden laut Wissenschaftsrat in den kommenden Jahren andere sein als heute. Die Absolvent:innen werden demnach wesentlich zur Bewältigung der gesellschaftlichen und politischen, technologischen und ökologischen Umbrüche beitragen – und das erfordere ein grundlegendes Umdenken: stetiges Dazulernen, Kooperieren, vernetzt denken. „Wir müssen an vielen Stellen ansetzen: bei den Lehrformaten und der Studienorganisation, bei den Prozessen an Hochschulen sowie den Steuerungsinstrumenten im Hochschulsystem,“ erklärte Dorothea Wagner, Vorsitzende des Wissenschaftsrats. „Es braucht einen deutlichen Qualitätssprung, damit Studium und Lehre auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten können.“

Der Wissenschaftsrat schlägt u.a. folgende Maßnahmen zur „Organisation der Hochschullehre als lernendes System“ vor:

  • Lehrveranstaltungen sollten stärker durch Reflexion, Anwendung und Interaktion geprägt sein.
  • Die Anzahl von obligatorischen Lehrveranstaltungen und Prüfungen sollte zugunsten des angeleiteten Selbststudiums reduziert, Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten im Studienverlauf sollten erweitert werden.
  • Studierenden sollte mehr Zeit für selbstbestimmtes Lernen zur Verfügung stehen, sei es einzeln oder in Gruppen.
  • Regelmäßige Reflexions- und Feedbackgespräche zwischen Lehrenden und Studierenden, die einzeln oder in Kleingruppen stattfinden können, sollen die diskursive Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten fördern.
  • Prüfungen sollen so strukturiert sein, dass sich mit ihnen ermitteln lässt, ob Studierende ihre Kenntnisse nicht nur reproduzieren, sondern auch anwenden können.

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