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Eingestellt: 24.11.21 | Besuche: 57

Erwartungen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen an die Wissenschaftspolitik der neuen Bundesregierung

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat ihre Erwartungen an die Wissenschaftspolitik der neuen Bundesregierung formuliert - sieben Handlungsfelder bestimmt die Allianz als besonders relevant:

- Der „Pluralismus der Forschungsthemen, -fragen und -methoden“ muss gefördert werden. „Öffentliche Transferförderprogramme und Ausschreibungen müssen intensiviert, zielstrebiger umgesetzt und systematisch für Kleinunternehmen und Start-ups geöffnet werden.“

- Der europäische Wertekanon soll gestärkt werden. Konkret heißt das u.a., „dass in einem härter werdenden globalen Wettbewerb Deutschland auch in Zukunft unter den Top5-Destinationen für internationale Studierende“ bleiben muss.

- Wissenschaftskommunikation, hier verstanden als „verantwortungsvolle und verständliche Kommunikation über wissenschaftliche Erkenntnisse und Prozesse einschließlich ihrer Lücken und Unsicherheiten“, muss weiterentwickelt werden.

- Die „digitale Souveränität Deutschlands und Europas“ muss gesichert werden, und „ein wichtiger Baustein digitaler Souveränität ist eine Wissenschaft, die frei über Algorithmen, Daten, Software, Plattformen und Publikationswege entscheiden und verfügen kann“.

- Die Schaffung von „transparenten und durchlässigen Karrierewegen, die allen qualifizierten Personen offenstehen und Wechsel zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und den Institutionen der Gesellschaft ermöglichen“.

- Erhöhung der Investitionen: „Um im Wettbewerb mit den forschungsstärksten Ländern zu bestehen, muss Deutschland an dem Ziel aus dem Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode festhalten, bis 2025 in der Summe über öffentliche und private Ausgaben mindestens 3,5 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Forschung und Entwicklung (FuE) aufzuwenden.“

- Die Programmpauschale von Bund und Ländern muss verstetigt und auf mindestens 30 Prozent erhöht werden.

Mitglieder der Wissenschaftsallianz sind der Wissenschaftsrat, die Alexander von HumboldtStiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

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