Sie sind hier

Neuigkeit
Eingestellt: 26.01.26

Hochschulstrategien im Umgang mit KI insbesondere im Prüfungswesen

Der Verein zur Förderung des deutschen & internationalen Wissenschaftsrechts thematisiert in einer Online-Veranstaltung am 23.04.2026 als Schwerpunkt die Entwicklung von Hochschulstrategien mit KI insbesondere im Prüfungswesen. Teilnehmerbeitrag sind 150,- EUR bzw. 100,- EUR für Vereinsmitglieder des VFDIW e.V..

KI-Systeme wie ChatGPT gehören heute zum festen Bestandteil des hochschulischen Alltags. 90% der befragten Studierenden geben an, KI-Tools für ihr Studium zu nutzen. Ebenso wie das Lehrpersonal wünschen auch sie eine klare Positionierung ihrer Hochschule, in welcher Weise KI verantwortungsvoll in Studium und Lehre genutzt werden kann und welche  Kontrollmechanismen für sinnvoll erachtet werden. Für die Hochschulen besteht also erheblicher Handlungsbedarf. Sie haben dafür zu sorgen, dass die Studierenden unter Beachtung des das Prüfungsrecht durchziehenden Gleichbehandlungsgrundsatzes  eigenständige Leistungen erbringen, um einen  fachlichen Lernerfolg vorweisen zu können. Zugleich müssen sie den sachgerechten Umgang mit KI lehren. Diese Rechtspflicht der Hochschulen verlangt eindeutige Regelungen.

Diese Verpflichtung bezieht sich mithin insbesondere auf das Prüfungswesen. Schon aus Gründen der Bestimmtheit müssen Prüfungsordnungen die Zulässigkeit des Einsatzes von KI und dessen Grenzen regeln. Dabei stellen sich neben rechtlichen auch und gerade vielfältige strategische Fragen,  z.B.: Welche Prüfungsformate sind möglich und sinnvoll, wie implementiert man sie und wie informiert man die Studierenden und das Hochschulpersonal? Es bedarf keiner Prophetie, dass von dem Gelingen einer verantwortungsvollen Integration von KI sowohl die Zukunft der Studierenden als auch die der Hochschulen maßgeblich abhängen  wird.

Handlungsbedarf besteht insoweit aber auch für die Wissenschaftsministerien  der Länder. Der „Roboterprüfer“ greift massiv in Rechte der Studierenden ein. Der Staat ist daher gehalten, einen tragfähigen hochschulrechtlichen Rahmen unter Beachtung der Vorgaben der KI-Verordnung herzustellen. Ohne einen Rechtsrahmen in den Hochschulgesetzen und damit einer Tätigkeit der Hochschulgesetzgeber bewegen sich die Hochschulen auf ungeregeltem Gebiet und sind daher mit Blick auf ihre Aufgabenwahrnehmung rechtlich angreifbar.

Prof. Dr. Rolf Schwartmann, Professor an der TH Köln und dortiger  Leiter der Kölner Forschungsstelle für Medienrecht und im übrigen einer der ausgewiesensten und profiliertesten Experten auf dem Gebiet der KI, wird sich hauptsächlich mit den aufgezeigten strategischen und rechtlichen Handlungsbedarfen befassen, ohne dabei auf grundsätzliche Hinweise und Empfehlungen zu den Herausforderungen zu verzichten, die sich für die Hochschulen durch KI stellen. Nach einem einstündigen Impuls-Vortrag wird Prof. Dr. Schwartmann in einer moderierten Diskussion für Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars bereitstehen.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an diejenigen HochschulmitarbeiterInnen, die mit der Problematik des Einsatzes von KI - und hier insbesondere im Prüfungswesen - befasst sind. Dazu gehören Mitglieder der Hochschulleitung ebenso wie  Beschäftigte in der Hochschulverwaltung und in  den Dekanaten der Fakultäten bzw. Fachbereichen  sowie wissenschaftliche Beschäftigte bis hin zu Professorinnen und Professoren. Besonders angesprochen sind darüberhinaus u.a. mit der Materie betraute Vertreter der Wissenschaftsministerien und der Justiz einschließlich Interessenvertreter wie etwa Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Zum Programm der Online-Veranstaltung

Zur Anmeldung