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Eingestellt: 29.08.22 | Besuche: 138

Implicit Bias bei Personalentscheidungen vermeiden

Der Begriff Bias bezeichnet eine kognitive Verzerrung, eine Voreingenommenheit, die Wahrnehmung und Verhalten beeinflusst. Ein Implicit Bias bedeutet, dass die Wahrnehmung durch nicht notwendigerweise bewusstes Kategoriendenken beeinflusst wird. In Forschung & Lehre weisen die Autorinnen Jessica Röhner und Astrid Schütz darauf hin, dass Implicit Biases gerade bei der Personalauswahl – auch an Hochschulen – zum Tragen kommen.

Und so schnell wird sich daran nichts ändern, denn Metaanalysen mit Daten von über 23.000 ProbandInnen zeigen eine erschreckende Stabilität. Es zeigte sich, dass von insgesamt 18 Interventionen lediglich neun zur Reduzierung des Biases führten. Allerdings war dieser Effekt nach wenigen Tagen nicht mehr sichtbar – die Werte waren wieder auf Ausgangsniveau. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Kommunikation und Berichterstattung über Personen verschiedener ethnischer Herkunft und Nationalität im Alltag so verzerrt sind, dass die Effekte der Interventionen nur von kurzer Dauer sind. Sie werden schnell wieder verlernt.

Zum Artikel "Diskriminierung: Implicit Bias im akademischen Kontext" in Forschung & Lehre

Übrigens: Im ZWM-Modulprogramm Diversity geht es insbesondere im Vertiefungsmodul 2 vom 09.12.2022 um Diversitätsorientierte Personalauswahlprozesse und Unconscious Bias bei diesen. Das Modul ist auch einzeln buchbar.