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Iranische Hochschulen entwickeln sich laut Kazem Moussavi, dem Sprecher der oppositionellen Green Party of Iran, zu zentralen Schauplätzen der Protestbewegung. Studierende in Teheran, Isfahan, Mashhad, Shiraz und Tabriz skandierten in den letzten Tagen regimekritische Parolen und erinnerten an Tausende Tote und Inhaftierte der Januarproteste 2026. "Die Studierenden im Iran haben erneut gezeigt, dass Universitäten weit mehr sind als Räume zensierter akademischer Ausbildung", schreibt Moussavi.
Die studentischen Proteste stehen demnach in einer langen Tradition: "Die aktuelle Mobilisierung ist eingebettet in eine lange Tradition studentischen Engagements im Iran. Bereits in den 1950er-Jahren demonstrierten Studierende der Universität Teheran gegen autoritäre Herrschaft und politische Einmischung nach dem Staatsstreich von 1953."
