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Eingestellt: 12.12.18 | Besuche: 341

Neues „Walter Benjamin-Programm“ der DFG für die frühe wissenschaftliche Karrierephase

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) führt zur Förderung der frühen wissenschaftlichen Karriere ein neues flexibles Förderinstrument ein und setzt damit nach einer Reihe vorangegangener Modifikationen die Neuordnung ihres Förderangebots zur Personenförderung fort. Mit dem „Walter Benjamin-Programm“ will die größte Forschungsförderorganisation und zentrale Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland künftig Forscherinnen und Forschern unmittelbar nach der Promotion ermöglichen, ein eigenes Projekt am Ort ihrer Wahl selbstständig umzusetzen. Der Hauptausschuss der DFG stimmte der Einrichtung der neuen Fördermöglichkeit auf seiner jüngsten Sitzung in Bonn zu.

Das nach dem Philosophen und Kulturkritiker Walter Benjamin (1892–1940) benannte neue Programm fördert gezielt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere, unabhängig von einer Tätigkeit im In- oder Ausland. „Die freie Wahl des Standorts im In- oder Ausland zur Durchführung eines ersten eigenen wissenschaftlichen Projekts gehört zur Logik der Forschung und trägt zugleich der gewachsenen Attraktivität und der fortgeschrittenen Internationalisierung heutiger Wissenschaftskarrieren Rechnung“, sagte DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider anlässlich der Einführung.

Das Walter Benjamin-Programm integriert Förderfunktionen, die bisher teilweise über das Forschungsstipendium, das nun in ihm aufgeht, abgedeckt wurden und teilweise über das Modul der „Eigenen Stelle“ in der Sachbeihilfe; Letzteres wird nun gleichzeitig als Instrument der forschungsthemenorientierten Förderung profiliert. Dem neuen Programm waren 2017 Anpassungen im Emmy Noether- und Heisenberg-Programm und 2018 eine Flexibilisierung der „Wissenschaftlichen Netzwerke“ vorangegangen. „All dies sind zusammengehörende Schritte einer Systematisierung, Öffnung und Flexibilisierung unserer Förderangebote speziell zur Personenförderung“, wie Strohschneider hervorhob. „Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen steht damit für den gesamten Zeitraum von der Promotion bis zur Berufung ein sorgfältig abgestimmtes Förderangebot zur Verfügung, das der Vielfalt der Karrieremuster und Forschungspraxen Rechnung trägt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert.“

Detaillierte Informationen zur Ausgestaltung des Walter Benjamin-Programms werden zur Jahresmitte 2019 veröffentlicht.