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Eingestellt: 10.07.26

Regierung verschiebt Erhöhung des BAföG ins nächste Jahr

Zur BAföG-Reform gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht – jedenfalls für die Studierenden. Die gute Nachricht: Die Regierungskoalition hat sich endlich auf eine Erhöhung des Regelsatzes geeinigt und wird ihn schrittweise an das Grundsicherungsniveau anpassen. Der Haken: Die Wohnkostenpauschale wird nicht zum kommenden Wintersemester erhöht, sondern erst zum Sommersemester 2027.

Forschung & Lehre zitiert Oliver Kaczmarek, den forschungspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag: „Für Studierende bedeutet die Reform mehr Geld, mehr Verlässlichkeit, weniger Bürokratie.“ Die Opposition kritisiert die Verschiebung und sieht darin eine Täuschung der Studierenden, denn ihnen sei die Erhöhung der Wohnkostenpauschale zum Wintersemester versprochen worden.

Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studierendenwerks, erklärt zur Einigung bei der BAföG-Reform: „Die BAföG-Wohnkostenpauschale wird wohl erst zum Sommersemester 2027 erhöht, und nicht wie ursprünglich versprochen zum Wintersemester 2026/2027. Die aktuellen Studierenden sind gekniffen. Sie müssen ein weiteres Semester mit zu geringer Förderung von 380 Euro auf einem Wohnungsmarkt zurechtkommen, der von ihnen deutlich höhere Durchschnittsmieten verlangt.“ Auch dass die volle Angleichung des BAföG-Grundbedarfs an die Grundsicherung erst zum Sommersemester 2029 erreicht wird, kritisiert Anbuhl. Positiv bewertet er, dass die Antragstellung vereinfacht werde.

Zum Artikel "BAföG-Erhöhung kommt mit Verspätung" in Forschung & Lehre

Zur Pressemitteilung des Deutschen Studierendenwerks