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Der Konstanzer Informatikstudent Marian Grau wird für sein Engagement zur Unterstützung von Familien mit schwerstbehinderten Kindern als "Student des Jahres 2026" ausgezeichnet. Auslöser für sein Engagement ist demnach seine eigene Biografie: Sein älterer Bruder Marlon war schwerstbehindert und starb früh. Grau verarbeitete diese Erfahrung in seinem Buch "Bruderherz: Ich hätte dir so gern die ganze Welt gezeigt" und engagiert sich seitdem ehrenamtlich. Er ist Botschafter des Deutschen Kinderhospizvereins und Pate des Vereins Philip Julius e.V., der Familien mit mehrfach schwerstbehinderten Kindern hilft. In diesem Rahmen initiierte er das Projekt "Von Geschwistern für Geschwister", das Jugendlichen mit behindertem Bruder oder behinderter Schwester Begegnung, Austausch und Vernetzung bietet.
"Das von Marian Grau initiierte und getragene Projekt setzt an dieser Stelle punktgenau an. Es greift jungen Menschen, deren Belange in unserer Gesellschaft oft zu wenig gesehen werden, mit Rat und Tat unter die Arme und gibt ihnen Halt. Dieser keineswegs selbstverständliche Einsatz ist beeindruckend und bewundernswert", begründen DSW-Präsidentin Professorin Dr. Beate Schücking und DHV-Präsident Professor Dr. Dr. h.c. Lambert T. Koch gemeinsam die Auszeichnung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am 23. März bei der "Gala der Deutschen Wissenschaft" verliehen.
Den Preis "Student des Jahres" haben DHV und DSW zum elften Mal ausgelobt. Mit der Auszeichnung werden Studierende gewürdigt, die ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigen, das möglichst einzigartig und innovativ sein sollte.
