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Die Journalistin Victoria Robertz, die ein Masterstudium in Global Journalism an der New York University absolviert, berichtet in der FAZ am Beispiel ihrer Universität, wie sich die Politik der Trump-Regierung auf den Alltag internationaler Studierender an US-Hochschulen auswirkt. An der NYU sind demnach nach Protesten zusätzliche Sicherheitskontrollen eingeführt worden, zudem hat die Hochschulleitung bei der diesjährigen Abschlussfeier studentische Reden nur noch voraufgezeichnet zugelassen. Wer sich öffentlich äußert oder an Protesten beteiligt, muss laut Robertz zwischen "Meinungsfreiheit ausüben" und "Visum riskieren" abwägen.
Eine kolumbianische Kommilitonin sagt: "Ich habe Angst, dass die Uni mir im Zweifel nicht den Rücken stärken würde." Der Berliner Austauschstudent Lukas berichtet über seine Irritation angesichts dieser Entwicklung: "Bei so was denkt man an die Türkei oder China, aber doch nicht an die USA."
Bei einer Umfrage an der Yale University der dortigen Ortsgruppe der American Association of University Professors (AAUP) fürchtet fast die Hälfte der 177 Befragten Konsequenzen, wenn sie sich politisch äußern. Rund ein Fünftel berichtet von Aufforderungen der Universitätsverwaltung, Formulierungen in Lehre, Forschung oder auf persönlichen Webseiten zu ändern. 18 Prozent geben an, eine Verhaftung im Zusammenhang mit ihrer akademischen Tätigkeit zu befürchten; unter internationalen Lehrenden befürchten 70 Prozent eine Ausweisung.
Die Folgen sind unter anderem Selbstzensur: Rund ein Drittel vermeidet kontroverse Themen in Lehrveranstaltungen, jede fünfte befragte Person hat Forschungsvorhaben aufgegeben, fast die Hälfte verzichtet auf öffentliche Stellungnahmen.
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