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Hochschulen stehen unter Druck. Die Wissenschaftsfreiheit wird bedroht, aber auch ihr vorgeblicher Schutz instrumentalisiert. Eine Beteiligung an Kampagnen wie „Hochschulen zeigen Haltung“ wird unter Verweis auf eine „Neutralitätspflicht“ von manchen Hochschulakteur*innen abgelehnt, obwohl sie die originäre Verantwortung von Hochschulen aufzeigen, das Wissenschaftssystem als essentielle Grundlage für den demokratischen Rechtsstaat zu verteidigen.
Welche Rechte und Pflichten, welche Handlungsspielräume und Grenzen haben Hochschulen als öffentlichrechtlicher und grundgesetzlich geschützter Ort von Wissensvermittlung und Wissensgewinnung? Was bedeutet „Neutralität“ – Wehrlosigkeit gegen rechtsextreme und antidemokratische Bewegungen, Sprachverbote, Objektivität der Wissenschaft, Raum für alle Meinungen, beamtenrechtliche Mäßigung, parteipolitische Enthaltsamkeit, Eintreten für die pluralistische Demokratie?
In einer Online-Veranstaltung am Freitag, den 20. Februar von 11.00 – 13.00 Uhr greift Prof. Dr. Ulrike Lembke, freie Rechtswissenschaftlerin & Expertin für rechtliche Geschlechterstudien, die intensiv geführten Debatten zu „Wissenschaftsfreiheit und Neutralitätsgebot“ auf, legt die aktuelle Rechtslage dar und diskutiert Handlungsmöglichkeiten, welche die Resilienz der Hochschulen und ihrer Mitglieder stärken können.
Die Veranstaltung findet statt via Zoom-Webinar. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich: Einwahl-Link (unter diesem Link können Sie sich zu Beginn der Veranstaltung einwählen und teilnehmen) Kenncode:867328
Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert von der Stabsstelle Diversität und Antidiskriminierung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Gleichstellungsteam der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und des Referats Chancengleichheit/Antidiskriminierung der Universität Bremen.
