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Wenn Hunderte Forschende denselben Datensatz neu analysieren, gelangen sie häufig zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen. Das ist das Ergebnis einer großangelegten Studie, bei der ein Team aus 457 unabhängigen AnalystInnen von Institutionen aus aller Welt erneute Analysen von Daten aus 100 zuvor veröffentlichten Studien aus den Sozial- und Verhaltenswissenschaften durchführte. Alle Datensätze waren identisch und die Forschungsfrage dieselbe. Obwohl die meisten Nachanalysen die Hauptaussagen der ursprünglichen Studien im Großen und Ganzen bestätigten, stellten die AutorInnen der Studie dennoch erhebliche Abweichungen bei den Ergebnissen fest.
Das Projekt mache deutlich, so eine Mitteilung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dass wissenschaftliche Objektivität nicht darin bestehe, eine einzige „wahre“ Analyse zu finden, sondern den Raum plausibler Alternativen transparent zu machen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature erschienen.
Zur Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
