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"Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040" betont die notwendige Profilierung der Wissenschaftslandschaft, verstärkte Investitionen in Forschung und qualifiziertes Personal zu leisten sowie strukturelle Konsolidierung, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zentrale Punkte sind die Forderung nach klarer Prioritätensetzung in Forschungsschwerpunkten, die Verbesserung von Rahmenbedingungen für WissenschaftlerInnen sowie Bürokratieabbau. Die Agenda zielt darauf ab, Deutschland als attraktiven und belastbaren Forschungsstandort zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040 als Download
Download einer Kurzfassung von "Wissenschaft in Deutschland - Perspektiven bis 2040"
Zur Pressemitteilung des Wissenschaftsrats
Wolfgang Wick, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, skizziert im Interview mit der ZEIT eine Zukunft, in der Universitäten stärker auf Innovation, europäische Bündnisse und Kooperationen mit der Wirtschaft setzen. Er fordert eine strategische Neuausrichtung der deutschen Wissenschaft. Anlass des Gesprächs ist das Positionspapier Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040. Ziel sei, die gesellschaftliche Bedeutung der Wissenschaft deutlich zu steigern: "Die Relevanz von Wissenschaft muss höher sein als heute. Sonst bekommen wir die aktuellen Krisen nicht gelöst." Das europäische Modell freier Forschung ist demnach ein Standortvorteil: "Die Unabhängigkeit unserer Forschung wird weltweit geschätzt."
Wick wirbt für mehr europäische Exzellenzverbünde, Bürokratieabbau und eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen, etwa in Bereichen wie Cybersicherheit, Energie oder Infektionsforschung. Die Gesellschaft muss erkennen können, "was von den Universitäten und Forschungseinrichtungen zurückkommt". Und es braucht demnach neue Anreizsysteme für Wissenschaftler*innen: "Heute gilt innerhalb des Wissenschaftssystems als besonders erfolgreich, wer viele Fachartikel veröffentlicht oder hohe Drittmittelsummen einwirbt. Weniger Ansehen bringt es, ein Unternehmen zu gründen, ein neues Patent anzumelden, die Politik zu beraten oder in der Gesellschaft mit seiner Forschung wirksam zu sein." Das müsse sich ändern.
Zum Interview "Die Unabhängigkeit unserer Forschung wird weltweit geschätzt" in der ZEIT
Im Gespräch mit Jan-Martin Wiarda skizzieren Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Wolfgang Wick die Inhalte des Positionspapiers "Wissenschaft in Deutschland – Perspektiven bis 2040". "Eine Kernkompetenz von Wissenschaft ist es ja gerade, Zukunft zu gestalten", so Mohrs. "Rechtspopulisten gehören für mich zu denen, die im Gestern leben und ein düsteres Zukunftsbild zeichnen. Dieses Papier formuliert einen aktiven Gestaltungsanspruch an die Zukunft."
Zentral seien fünf Erwartungen an die Wissenschaft: Exzellenz, Wirkung, Integrität, Teilhabe und Ressourcenverantwortung. Mohrs spricht von einem "positiven Ringen" zwischen Politik und Wissenschaft um dieses Zukunftsbild. Wick unterstreicht, dass verlässliche Rahmenbedingungen nötig seien, damit Wissenschaft "Motor für wirtschaftliche Stärke, gesellschaftlichen Zusammenhalt und auch für Sicherheit" bleibe.
Zum Interview "Wissenschaft als Zukunftsvertrag" im Wiarda Blog
