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Eingestellt: 13.05.26

Hochschulen geraten bundesweit zunehmend unter finanziellen Druck

Steigende Tarifkosten, hohe Energiepreise und wachsender Sanierungsbedarf treffen auf stagnierende oder sinkende Budgets der Länder. Besonders problematisch sei, so Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, dass die Länder die steigenden konsumtiven Ausgaben – etwa für Personal, Energie und IT – vielerorts nicht ausreichend ausgleichen, während zugleich die Erwartungen an Forschung und Lehre weiter wachsen. Gleichzeitig verschieben viele Hochschulen investive Ausgaben wie Sanierungen, Neubauten oder die Modernisierung von Laboren und Hörsälen. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Walter Rosenthal, warnt vor einer "strukturellen Unterfinanzierung".

Der Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung konstatiert zudem einen grundlegenden Wandel: Universitäten sind demnach heute weit stärker mit Aufgaben wie Technologie- und Wissenstransfer sowie mit Digitalisierung belastet und stünden dadurch "unter Daueranspannung". Die Politik übertrage den Einrichtungen immer neue Aufgaben, ohne die Finanzierung dauerhaft anzupassen. Viele Hochschulen müssten deshalb Stellen einsparen, Bauprojekte verschieben oder Studienangebote überprüfen. Besonders betroffen sind demnach große Universitäten mit hohem Investitionsbedarf.

Fazit: "Wer für die Zukunft gerüstet sein will, kommt um Investitionen in die öffentlichen Hochschulen nicht herum. Die Höhe dieser Investitionen ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine politische Entscheidung. Der Anteil der Landesfinanzen, der den Hochschulen zur Verfügung gestellt wird, wird von der Landesregierung festgelegt, von niemandem sonst. Eine Absenkung dieses Anteils ist nur schwer verständlich, denn jeder eingesetzte Euro wird sich mittelfristig auch fiskalisch für das Bundesland rentieren."

Zum Artikel "Wie die Länder ihre Hochschulen behandeln" von Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, in der Frankfurter Allgemeine Zeitung