Sie sind hier
Der Wissenschaftsrat (WR) plädiert in seinen "Empfehlungen für die Hochschulbildung in Zeiten generativer KI" für eine Leitidee von intellektueller Souveränität
Der Hintergrund, laut WR: Der Einsatz von KI könnte "die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Denken beeinträchtigen, zu Kompetenzverlust und Fehlinformiertheit führen sowie den fachlichen und sozialen Austausch einschränken". Heißt in der Konsequenz: "Für die Hochschulbildung bedeutet die Einführung generativer KI mehr als nur technische und instrumentell-prozedurale Anpassungen, sie berührt den Kern akademischen Denkens und erfordert eine grundsätzliche Positionierung."
Einen Anfang sollen die "Empfehlungen für die Hochschulbildung in Zeiten generativer KI" leisten: Gefordert werden u.a. der Ausbau von KI-Kompetenzen bei Lehrenden und Studierenden, aber auch verbindliche KI-freie Lernräume zur Förderung eigenständigen Denkens. Prüfungen sollen stärker auf Kompetenzen ausgerichtet werden. Zudem empfiehlt der Wissenschaftsrat eine wissenschaftliche Evaluation von KI-Anwendungen sowie den Aufbau leistungsfähiger, rechtssicherer und dauerhaft finanzierter KI-Infrastrukturen für die Hochschullehre.
Die Transformation der Hochschulbildung ist "nicht optional", sondern eine gemeinsame Aufgabe von Hochschulen, Ländern und Bund.
Über die Forderungen des Wissenschaftsrats berichten auch Jan-Martin Wiarda, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Forschung & Lehre.
