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Stellenangebot
Eingestellt: 20.01.26

Promotionsstelle: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) – Alte Geschichte

Kontakt: tblank@uni-mainz.de
Ort: 60323 Frankfurt am Main
Web: - Bewerbungsfrist: 16.02.26

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gehört zu den großen Universitäten in Deutschland. In der Wissenschaftsregion Rhein-Main entfaltet sie ihre Leistungsstärke, Innovationskraft und Dynamik. Als Volluniversität ermöglicht die JGU ein Fachgrenzen überschreitendes Lehren und Lernen und eröffnet großes Potenzial für international renommierte, interdisziplinäre Forschung. Fast all ihre Einrichtungen vereint die JGU auf einem innenstadtnahen Campus – ein Ort lebendiger akademischer Kultur für Forschende, Lehrende und Studierende aus allen Kontinenten.

Das neu gegründete LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen (DynaRel)“ des Exzellenzprogramms des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) untersucht die „ambivalenten Nachbarschaften zwischen Judentum, Christentum und Islam“ in historischen und gegenwärtigen Kontexten. Ausgehend vom relationalen Theoriekonzept der „Nachbarschaften“ werden in interdisziplinärer geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive die vielschichtigen (sowohl dialogischen als auch konflikthaften) religiösen, kulturellen und politisch-sozialen Verflechtungen erforscht. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sind zwei vom Ministerium von Wissenschaft und Gesundheit (MWG) geförderte Forschungsprojekte im Kontext des LOEWE-Zentrums angesiedelt. Die hier ausgeschriebene Stelle ist Teil des zum Projektbereich 4 (Politisierung und Instrumentalisierung religiöser Differenz) gehörenden LOEWE-Teilprojekts „Praktiken und Effekte religiöser Separatheit in der stadtrömischen Gesellschaft (2. Jh. v. Chr. – 3. Jh. n. Chr.) und am Fachbereich 07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften im Arbeitsbereich ‚Alte Geschichte und Kulturgeschichte der Antike‘ angesiedelt.

Im Projekt wird untersucht, wie sich in der Gesellschaft des spätrepublikanischen und kaiserzeitlichen Rom (oder anderer Metropolen des römischen Reichs) religiöse Praktiken und Sozialformen in Freiräumen jenseits der Bürgergesellschaft formierten und vollzogen und wie diese ‚Separatheit‘ und ihre gesellschaftliche Umwelt sich zueinander in Beziehung setzten. Mögliche Untersuchungsgegenstände für Dissertationen sind sowohl Religionen, die in besonderem Maße als separat vollzogen wurden (z.B. bestimmte Mysterienvereine, jüdische und jüdisch-christliche Gemeinden etc.) als auch in besonderem Maße als separat geltende Formen der religiösen Praxis (Initiations- und Geheimnispraktiken, nichtstaatliche Divination, Magie etc.). Besonderes Augenmerk gilt dabei Entwicklungen, in deren Zuge die räumliche und soziokulturelle Nachbarschaft separater Religion zur bürgerlichen Welt im Zuge einer Neudefinition des gegenseitigen Verhältnisses transformiert wird (z.B. staatliche Förderung oder Anerkennung, gesetzliche Einschränkung, Exilierung, Verbot und Verfolgung etc.).

Details zum LOEWE-Zentrum in deutscher und englischer Sprache (Projektbeschreibung, thematische Profilierung der Teilprojekte) entnehmen Sie bitte folgendem Link auf der Website des Projekts: https://dynamiken-des-religioesen.uni-frankfurt.de/ausfuehrliche-projektbeschreibung/

Ihre Aufgaben:

  • Bearbeitung eines eigenen Dissertationsvorhabens im thematischen Rahmen des Forschungsprojekts mit dem Ziel der Promotion.
  • Mitwirkung an der theoriegeleiteten Forschung der Disziplin, in der das eigene Promotionsprojekt bearbeitet wird.
  • Mitarbeit an dem universitätsübergreifenden interdisziplinären Promotionskolleg „Dynamiken des Religiösen.
  • Mitwirkung an den gemeinsamen interdisziplinären Veranstaltungen, Kolloquien und Publikationen des LOEWE-Zentrums.

Ihr Profil:

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen die in § 57 Hochschulgesetz Rheinland-Pfalz geforderten Einstellungsvoraussetzungen erfüllen.

  • Ein mindestens guter wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Master oder äquivalent) in einem für das Projekt einschlägigen Fachgebiet (vorzugsweise Alte Geschichte; bei Vorliegen passender Schwerpunkte auch z.B. Religionswissenschaft, Judaistik, Alte Kirchengeschichte, Geschichtswissenschaft).
  • Fähigkeit und Bereitschaft zu eigenständigem, theoretisch fundiertem, interdisziplinär orientiertem wissenschaftlichem Arbeiten.
  • Ausgezeichnete Sprachkenntnisse, idealerweise in Deutsch, Englisch und einer weiteren romanischen Fremdsprache sowie in Latein und Altgriechisch.
  • Team-, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit, strukturierte Arbeitsweise.
  • Ausgeprägtes Interesse an interreligiösen, interkulturellen und gesellschaftstheoretischen Fragestellungen.
  • Bereitschaft zur Einarbeitung in relevante digitale Methoden.

Wir bieten:

  • Einbettung in ein interdisziplinäres, interreligiöses und internationales Forschungsumfeld mit intensiver Betreuung im Rahmen eines hochschulübergreifenden Promotionskollegs.
  • Durchführung einer Promotion in einem Themenfeld mit hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz.
  • Teilnahme an und Mitgestaltung von wissenschaftlichen Netzwerken, Tagungen und Publikationsprojekten des LOEWE-Zentrums.
  • Möglichkeit zur Mitwirkung an Veranstaltungen im Bereich Wissenschaftskommunikation und Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
  • Gelegenheit zur Einarbeitung in Methoden und Praxis der Digitalen Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften.
  • Kollegiales Arbeitsumfeld und Unterstützung bei wissenschaftlichen Qualifizierungs- und alternativen Berufszielen.
  • Ein exzellentes Coaching- und Mentoring-System und die systematische Förderung der Integration in die internationale Scientific Community.

Die Stelle wird nach EG 13 TV-L vergütet und ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis zum 31.12.2029 zu besetzen.

Die Stelle dient der wissenschaftlichen Qualifikation (Promotion).

Wir sind ein Ort der Vielfalt und begrüßen qualifizierte Bewerbungen von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen.

Wir sind bestrebt, den Anteil der Frauen im wissenschaftlichen Bereich zu erhöhen, und haben daher ein besonderes Interesse an der Bewerbung von Frauen.

Menschen mit Schwerbehinderung und die ihnen nach § 2 Abs. 3 SGB IX gleichgestellten Menschen mit Behinderung werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bitte reichen Sie ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 16.02.2026 über unseren Button „Jetzt bewerben“ mit Ihren vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, eine Publikation bzw. Auszug aus Ihrer Masterarbeit) ein. Hochzuladende Dokumente sollten als PDF vorgelegt werden. 

Bei Fragen wenden Sie sich an Prof. Thomas Blank: tblank@uni-mainz.de

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