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Veranstaltung
Eingestellt: 18.01.19 | Besuche: 252

Evaluationen im deutschen Wissenschaftssystem

Veranstalter: Verein zur Förderung des deutschen & internationalen Wissenschaftsrechts e.V.
Ort: 10117 Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23
Start: 07.03.19
13:00
Uhr
Ende: 08.03.19
13:45
Uhr

Evaluationen sind im deutschen Wissenschaftssystem allgegenwärtig und werden seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise eingesetzt, um Entscheidungen nicht nur über einzelne Projekte, sondern über Personen und Institutionen vorzubereiten oder abzusichern. Auf der Tagung, die mit freundlicher Unterstützung durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften durchgeführt wird, sollen in Vorträgen und Podiumsdiskussionen sowohl aktuelle Fragen, die sich aus dem Einsatz von Evaluationen ergeben, als auch die systemischen Wirkungen von Evaluationen im allgemeinen diskutiert werden.

Mit Blick auf das für alle Hochschulen relevante Tenure-Track-Programm des Bundes widmet sich der Eröffnungsvortrag der Frage, welche rechtlichen Anforderungen an die Auswahl und Evaluation von Professorinnen und Professoren im Tenure-Track-Verfahren zu stellen sind. In einem weiteren Vortrag werden Chancen und Risiken von metrischen Verfahren bei Evaluationen in Zeiten von Big Data dargestellt. Die anschließende Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, welche Wirkungen Evaluationen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Individuen, aber auch auf Institutionen und damit das Wissenschaftssystem insgesamt haben.
Der zweite Tag wird mit der Frage eröffnet, ob Forschungsfreiheit und Datenschutz bei Evaluationen der Lehr- und Forschungsleistungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Konflikt stehen. Anschließend wird in einem Vortrag ausgelotet, wie die Qualitätssicherung im deutschen Wissenschaftssystem durch DFG und Wissenschaftsrat funktioniert. Ausgehend von den Erfahrungen mit Evaluationen insbesondere in der Forschungsförderung soll in der abschließenden Podiumsdiskussion gefragt werden, wie eine „DFG“ für die Lehre funktionieren könnte?

Im Rahmen der Tagung wird der der vom Verein zur Förderung des deutschen & internationalen Wissenschaftsrechts alle zwei Jahre ausgelobte und mit 10.000 € dotierte Preis für Wissenschaftsrecht verliehen. Preisträgerin ist Priv.-Doz. Dr. Margrit Seckelmann, die für Ihre Habilitationsschrift „Evaluation und Recht. Strukturen, Prozesse und Legitimationsfragen staatlicher Wissensgewinnung durch (Wissenschafts-)Evaluationen“ (Mohr Siebeck 2018) ausgezeichnet wird.

Anmeldungen sind bis zum 27. Februar 2019 unter www.verein-wissenschaftsrecht.de/vdiwr/registration/enter?event=4733 möglich. Der reguläre Teilnahmebeitrag beläuft sich auf 300,- €; für Mitglieder des Vereins zur Förderung des deutschen & internationalen Wissenschaftsrechts sind dies 200,- €.