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Veranstaltung
Eingestellt: 27.01.14 | Besuche: 2898

Seminar: Bauen für die Wissenschaft - Konzepte für die Anpassung der baulich-technischen Infrastruktur von Universitäten an die Wissenschaftsentwicklung

Veranstalter: Kanzlerarbeitskreis Fortbildung
Ort: Leibniz-Universität Hannover
Start: 15.05.14
12:00
Uhr
Ende: 16.05.14
12:00
Uhr

Universitätsgebäude weisen als Ressource des dynamischen  Wissenschaftsprozesses einen hohen Anpassungsbedarf auf. Er entsteht vor allem aus Berufungsverfahren und den mit ihnen angestrebten Strukturveränderungen und aus der Bildung von Forschungsschwerpunkten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Zyklen und Prozesse der baulichen Anpassung (unter der Bedingung sehr knapper Ressourcen) besser auf die sich dynamisch veränderten wissenschaftlichen Anforderungen ausgerichtet werden können. Einige Leitfragen sollen dies veranschaulichen: Wie „generisch“ und anpassungsfähig können und müssen Gebäudekonzepte sein, um der Dynamik wissenschaftlicher Innovationen Rechnung zu tragen und gleichzeitig den zum Teil hoch spezifischen infrastrukturellen Anforderungen der Forschung vor allem in natur- und lebenswissenschaftlichen oder ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen gerecht werden zu können? Ist eine Balance zwischen der Spezialisierung, die eine infrastrukturelle Pfadabhängigkeit erzeugt, und baulich-technischer Anpassungsfähigkeit, die der Pfadabhängigkeit Grenzen setzt, herstellbar? Lässt sich der Prozess von der Planung bis zur Realisierung von Anpassungsinvestitionen straffen und vereinfachen? Unter welchen Voraussetzungen ist es möglich und sinnvoll, im Universitätsbereich einer Art „Harnack“-Prinzip zu folgen, nach dem die baulich-technische Infrastruktur als Ressource ganz an den mit einer herausragenden Person und ihren wissenschaftlichen Zielen verbundenen Anforderungen ausgerichtet wird, und wie kann das erfolgen? Muss eine Universität sich der Logik eines so verstandenen „Harnack“-Prinzips öffnen, wenn die Kooperation zwischen Universität und einem Max-Planck-Institut oder einer Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft enger wird? Ist ein „Harnack“-Prinzip in der Universität angesichts der dort häufigeren personellen Wechsel jedoch wirklich eine Option? Wie lösen Unternehmen, die über vergleichbare Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen verfügen, die für den Universitätsbau skizzierte Herausforderung? Über welche Planungs- und Managementkonzepte für ihre baulich-technische Infrastruktur verfügen sie, aus denen die Universitäten lernen können?

Die Veranstaltung wendet sich an Kanzlerinnen und Kanzler und darüber hinaus an alle diejenigen, die in Universitäten und anderen forschenden Einrichtungen Verantwortung für die infrastrukturelle Entwicklung tragen. Sie wendet sich ebenso an diejenigen in den Regierungs- und Verwaltungsstellen der Länder und des Bundes und in den Rechnungshöfen, die an der politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Steuerung des Hochschulbaus in Deutschland Anteil haben, sowie an Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaftsorganisationen, die Forschungsinfrastruktur und Forschungsleistungen beobachten und bewerten oder Forschung fördern.
Im Sinne des angestrebten breiten Austauschs zwischen Wissenschaft und Management, zwischen Architektur und Nutzung, zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung sowie zwischen öffentlich-rechtlichen Institutionen und forschenden Unternehmen sind auch Fachleute für das Planen und Bauen von Wissenschaftsgebäuden aus allen nicht ausdrücklich genannten Bereichen willkommen.

Die Anmeldung zum Seminar ist bis zum 02. Mai 2014 über das Anmeldeformular unter
https://wwwuv2.uni-muenster.de/unibanking/www/00_0000012/anmeldung.php?&lang=de&BN=2014.02 (www.uni-muenster.de/AGFortbildung> Veranstaltungsangebote) vorzunehmen.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den angefügten Dateien.