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Zielvereinbarungen sind seit 20 Jahren ein wichtiges Steuerungsinstrument zur Umsetzung von Strategien in Universitäten. Doch wie häufig kommt dieses Instrument an deutschen Universitäten tatsächlich zum Einsatz? Welche Stärken und Schwächen weist der Umgang mit den Zielvereinbarungen auf? Und welches Verbesserungspotenzial gibt es? Antworten darauf bietet die Studie „Stand der Zielvereinbarungen an deutschen Universitäten. Eine Erhebung zur Verwendung interner Zielvereinbarungen“, deren Ergebnisse wir auf den folgenden Seiten in Auszügen vorstellen. Die Studie basiert auf einer Anfang dieses Jahres durchgeführten Befragung von Universitätskanzlerinnen und -kanzlern – ein gemeinsames Projekt von CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung und dem Arbeitskreis Hochschulfinanzierung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands
Von Frank Ziegele und Melisande Riefler
Prof. Dr. Frank Ziegele ist seit 2008 Geschäftsführer des CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung und seit 2004 Professor für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement an der Hochschule Osnabrück.
Melisande Riefler war von 2021 bis 2022 Praktikantin der Geschäftsführung am CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung. Sie studierte englische Literatur und Mathematik an der Columbia University (USA).
Was bedeutet es für die Konzeption einer Personalentwicklung, wenn die überwiegende Mehrheit des wissenschaftlichen Nachwuchses keine Chance auf eine dauerhafte Perspektive an der Universität hat? Wie ist die Verantwortung für die Umsetzung der Personalentwicklungsmaßnahmen verteilt?
Fragen an zwei Hochschulleitungs-Mitglieder. Karl Wilbers ist Professor für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung sowie Sonderbeauftragter für Personalentwicklung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Friedrich Paulsen ist Professor für Anatomie und Vizepräsident „People“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Die Fragen stellte Vera Müller.
Quellen:Berufungen formen das Profil eines Fachs und damit auch eine Universität. Wie versucht die Universität Osnabrück im Berufungsverfahren, Bewerberinnen und Bewerber für sich einzunehmen? Wo gibt es noch Optimierungsbedarf? Fragen an die Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.
Das Gespräch führte Vera Müller.
Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit den einzelnen Hochschulen gehören seit Jahren zu den Standardinstrumenten der Hochschulsteuerung in den deutschen Bundesländern. Um Anreize für die Zielverfolgung und -erreichung zu setzen, erscheint es sinnvoll, die Vereinbarungen monetär zu unterlegen. Aber in welcher Form geschieht das genau? Wie verbindlich sind die finanziellen Zusagen? Auf welche Budgetkomponenten der Hochschulfinanzierung beziehen sie sich? Und wie eng ist ihre Kopplung an die Leistungen und die Zielerreichung seitens der Hochschule? Fragen wie diesen ist ein Forschungsprojekt des HIS Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) nachgegangen, dessen Abschlussbericht in Kürze erscheinen wird.
Quellen:Besteht ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der (Art der) Hochschulfinanzierung und der Studienqualität an Hochschulen? Wenn man die markt- bzw. nachfrageorientierten Reformen, die in den vergangenen Jahren im deutschen Hochschulsystem statt gefunden haben, z. B. durch die Einführung der leistungsorientierten Mittelverteilung, Revue passieren lässt, so wurden diese mit der Intention verbunden, die Studienqualität an Hochschulen durch eine nachfrageorientierte Hochschulfinanzierung zu erhöhen. Stefan Bienefeld diskutiert in seinem Vortrag, auch unter Einbezug internationaler Beispiele, einige Grundgedanken zur nachfrageorientierten Hochschulfinanzierung, zur Studienqualität und über (mögliche) Zusammenhänge zwischen der nachfrageorientierten Hochschulfinanzierung und der Studienqualität.
Quellen:Zielvereinbarungen gelten gemeinhin als das Mittel der Wahl, wenn es strategische Reformvorhaben umzusetzen gilt. Wo Zielvereinbarungen binnenuniversitär eingesetzt werden, drängt sich indes gelegentlich der Eindruck auf, das externe Reformvorhaben lediglich »durchgereicht« werden. Wie eigenständig sind Fakultäten bei der Umsetzung von strategischen Reformvorgaben? Was trägt dazu bei, dass innovative Problemlösungen implementiert werden? Antonia Scholkmann stellt in dieser Präsentation die Ergebnisse einer Befragung von 53 Dekan/inn/en aus acht Universitäten vor.
Quellen:Immer häufiger werden – sowohl hochschulintern als auch zwischen Ländern und Hochschulen – Zielvereinbarungen eingesetzt, um Profile zu schärfen und Strategien umzusetzen. Michael Jaeger stellt in dieser Präsentation die (staatlichen) Rahmenbedingungen für den Einsatz von Zielvereinbarungen vor, beschreibt deren Einbindung in den Steuerungskontext und skizziert Möglichkeiten zur Ausgestaltung.
Quellen:In Hochschulen werden seit der Mitte der 1990er Jahre in stetig wachsendem Ausmaß Finanzierungsformeln, seit dem Ende des vergangenen Jahrzehnts verstärkt auch Zielvereinbarungen eingesetzt. Beide Instrumente werden in sehr unterschiedlicher Weise ausgestaltet und miteinander kombiniert. Michael Jaeger bietet in dieser Präsentation einen Überblick über die Rahmenbedingungen des Einsatzes von Finanzierungsformeln und Zielvereinbarungen auf staatlicher Ebene und die verschiedenen Modelle, die die gegenwärtige Praxis bestimmen.
Quellen:Die staatlichen Hochschulen in Berlin erhalten einen Teil ihrer staatlichen Zuschüsse auf der Basis eines Verfahrens der leistungsbezogenen Mittelvergabe (LbMV). Die LbMV wird seit 2002 für die Universitäten und Fachhochschulen und seit 2005 auch für die künstlerischen Hochschulen durchgeführt. Die für den Zeitraum von 2006 bis 2009 abgeschlossenen Hochschulverträge sehen vor, dass das Verfahren nach Durchführung der Mittelverteilung für das Haushaltsjahr 2008 einer Evaluation unterzogen wird, bei der sowohl quantitative wie qualitative Aspekte zu berücksichtigen sind. In dem hier vorliegenden Evaluationsbericht werden sowohl das Berliner Modell der leistungsbezogenen Mittelvergabe als auch die Evaluation des leistungsbezogenen Mittelvergabeverfahrens en detail vorgestellt.
Quellen: