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Eingestellt: 01.11.08 | Erstellt:
01.11.08
Governance
Quellen:In den letzten Jahren zieht sich der Staat zwar mit dem Steuerungsmedium Recht aus den Hochschulen zurück, versucht aber über das Steuerungsmedium Geld Einfluss auf die Leistungserbringung zu erzielen. Anhand der Differenzierung nach Willke zwischen direkter und dezentraler Kontextsteuerung werden die Dysfunktionalitäten der direkten Kontextsteuerung mit Hilfe des Geldes und die Schwierigkeiten der indirekten Kontextsteuerung von Hochschulen aufgezeigt. Da Hochschule lose gekoppelte Organisationen darstellen, sind sie auch nur schwer intern zu steuern. An dem Fallbeispiel der Kontextsteuerung nordrhein-westfälischer Hochschulen, bei dem die Mittel der Titelgruppe für Forschung und Lehre (Sachmittel) nach leistungsorientierten Indikatoren an die Hochschulen verteilt werden, können die Dysfunktionalitäten auf der Handlungsebene der Professoren mit empirischen Daten belegt werden. Die Beurteilung der Indikatorisierung durch die Professoren ist wesentlich abhängig von tief verwurzelten Einstellungsmustern. Die „Ökonomisten“ legen auch bisher schon ein Verhalten an den Tag, das durch die Indikatorisierung erst gefördert werden sollte; die - zahlenmäßig deutlich größere - Gruppe der „Traditionalisten“ hingegen steht der Indikatorisierung äußerst skeptisch gegenüber. Nicht-intendierte Effekte treten bei der letzten Gruppe auf. Intrinsisch motivierte Professoren bauen durch eine leistungsorientierte Mittelvergabe ihre bisherige Motivation ab, statt durch die Anreize der Mittelzuweisung motiviert zu werden.
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