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Eingestellt: 19.05.08 | Erstellt: 15.10.07 | Besuche: 1624
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Schwächung des Kollegialitätsprinzips durch die Stärkung der Position der Dekane? Ein Vergleich der Regelungen der Landeshochschulgesetze

Die deutschen Universitäten sind in den letzten Jahren einem vielfältigen Veränderungsprozess unterworfen, in dem ein Schwerpunkt die interne Organisation der Hochschule bildet. In der Literatur wird dabei häufig auf die stärkere Hierarchisierung innerhalb der Hochschulen verwiesen, die insbesondere zu einem Aufbrechen der »faktischen Nichtangriffspakte« (Schimank 2001, S. 233) an Universitäten führen soll. Damit verbunden ist die Vorstellung, dass Leitungspositionen innerhalb der Universität Entscheidungen – auch gegen den Widerstand von Professoren oder wissenschaftliche Einheiten – fällen und durchsetzen können. Im Ergebnis wird so versucht, das Kollegialitätsprinzips oder dessen vermeintlich »pervertierten« (Ash 1999, S. 18) Auswüchse in deutschen Universitäten zu schwächen. Dieser Beitrag prüft aus einer organisationstheoretischen Sicht anhand der Landeshochschulgesetze, ob bzw. in welchen Ländern Regelungen auf der Ebene der mittleren Leitungspositionen (Dekane) zu finden sind, die geeignet erscheinen die angestrebten Veränderungen zu unterstützen.

Quellen:
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