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Eingestellt: 04.09.14 | Erstellt: 01.01.10 | Besuche: 5630
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Studierbarkeit: Der Beitrag von Absolventenstudien zur Analyse der Studienorganisation und Studienbedingungen

Studierbarkeit wird häufig prozessnah mit Hilfe von Studierendenbefragungen empirisch analysiert. Wenn jedoch Studierbarkeit als Ergebnisindikator eines Prozessmodells im Mittelpunkt des Interesses steht, können auch Absolventenbefragungen einen Beitrag leisten. Denn erst Absolventen können das komplette Studium rückblickend bewerten. Außerdem können bestimmte Probleme durch Studierendenbefragungen kaum erfasst werden, so z.B. Probleme bei der Organisation von Abschlussprüfungen und Wiederholungsmöglichkeiten (vgl. z.B. Daniel 1996). Für den hier geplanten Beitrag soll daher Studierbarkeit als zeitliche Perspektive des Studiums am Beispiel der durchschnittlichen Fachstudiendauer mit Hilfe von Absolventenbefragungen in den Blick genommen werden. Weitere wichtige Zusammen­hänge zur Studiendauer können neben der Studienorganisation auch in Berufs- und Studienberatung, Hochschulzugang und Studienfinanzierung zu finden sein. Auch Erwerbstätigkeiten während des Studiums, Bildung­weg und Abiturnote können bedeutsam sein. Ausgehend von vorhandenen Studien soll deshalb ein Analysemodell zu potentiellen Determinanten der Studiendauer und ausgewählte Ergebnisse anhand von Sekundärdateneanalysen der HIS-Absolventenstudien sowie anhand zweier hochschulspezifischer Absolventenstudien vorgestellt werden. Dies soll die Frage klären helfen, welchen Anteil Merkmale des Studiengangs, also institutionelle Faktoren, und welchen Anteil individuellen Faktoren zur Erklärung der durchschnittlichen Studiendauer eines Studienganges beitragen und damit Ansätze für mögliche Maßnahmen zur Förderung der Studierbarkeit liefern.

 

Quellen:
Krempkow, René / Bischof, Lukas (2010): Studierbarkeit: Der Beitrag von Absolventenstudien zur Analyse der Studienorganisation und Studienbedingungen. In: Pohlenz, P./Oppermann, A. (Hrsg.): Lehre und Studium professionell evaluieren: Wieviel Wissenschaft braucht die Evaluation? UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld. S. 123-137.