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Eingestellt: 19.04.16 | Erstellt: 01.04.16 | Besuche: 2172
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Zur Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten: Deutschland im Vergleich mit Frankreich, England, den USA und Österreich

In einem Vergleich der deutschen Universitäten mit  den Forschungsuniversitäten in Frankreich, England und den USA wird gezeigt, dass Deutschland sich hinsichtlich der Lage des Hochschullehrernachwuchses heute auf einem ausgesprochenen Sonderweg befindet, der historische Ursachen hat. Die starke Beharrungstendenz der universitären Karrierestruktur in Deutschland wird auf ein den deutschen Universitäten eigentümliches implizites „System von aufeinander bezogenen Denk­ und Zugzwängen“ zurückgeführt. Dessen vier Eckpfeiler sind die  Habilitation, das Hausberufungsverbot,  das Lehrstuhl ­und Fachvertretungsprinzip sowie das Konstrukt der Qualifikationsstelle. Ein abschließender Blick wird auf das Nachbarland Österreich geworfen, wo in den letzten Jahren eine interessante Synthese aus dem US­amerikanischen Tenure Track­Modell, dem westeuropäischen Tenure­System und dem im deutschsprachigen Raum dominierenden Qualifikationsstellen­ und Habilitationsmodell eingeführt worden ist.

Quellen:
Erschienen in: Beiträge zur Hochschulforschung, 38. Jahrgang, 1-2/2016