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Eingestellt: 24.11.08 | Erstellt: 24.11.08 | Besuche: 4255
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Qualitätssicherung durch Akkreditierung in Deutschland, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten: Unterschiede, Gemeinsamkeiten und best practices

Direkten Einfluss auf die jeweils konkret genutzten Qualitätssicherungsroutinen besitzen etwa das jeweilige historisch-kulturelle Selbstverständnis, die Funktion des Staates für das Bildungswesen und die Natur von Bildungsanbietern innerhalb eines Staates. In Europa haben die Verantwortlichen die Chance vertan, nachhaltig von den in den Vereinigten Staaten gemachten Erfahrungen zu profitieren. Insbesondere wurde bei der Implementierung von Akkreditierung in Europa aktuelleren Trends jenseits des Atlantiks nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet. Die sich dort angedeutete Akzentverschiebung im Verständnis von Akkreditierung weg von einer statisch-klassischen inputorientierten Standardprüfung hin zu einer outputorientierten Validierung vorhandener Qualitätssicherungssysteme in Hochschulen hätte als viel versprechender Ausgangspunkt für eine schlanke und effiziente europäische Akkreditierungsform dienen können. Das postulierte Ziel gesamteuropäischer Hochschulpolitik, eine eigenständige Qualitätssicherung auf institutioneller, nationaler und europäischer Ebene zu entwickeln, wird für die Zukunft eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellen.

Quellen:
(= Osnabrücker Arbeitspapiere zum Hochschul- und Wissenschaftsmanagement)