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Eingestellt: 02.09.08 | Erstellt: 01.02.03 | Besuche: 2676
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Talentflucht in die USA

55% der Forschungsleistung der USA werden von Ausländern erbracht. Wie Ernst-Ludwig Winnacker anhand einer Reihe von Graphiken veranschaulicht, sind die USA das beliebteste Ziel von hochqualifizierten deutschen Forschern, die aufgrund mangelnder Karrierechancen im Heimatland im Ausland ihr Glück suchen müssen. Diese Talentflucht ist bedenklich! Damit Deutschland als Wissenschaftsstandort im internationalen Wettbewerb bestehen kann, müssen laut Winnacker die Nachwuchsförderung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit vor Ort verbessert werden. Zwar habe Deutschland mit seinen Hochschulabschlüssen eine ausgezeichnete Ausgangsposition. Diese werde aber nicht konsequent genutzt. Eine gesamteuropäische Förderungsstrategie müsse her. Winnackers Vorstellung von einer Initiative zur Internationalisierung der europäischen Hochschulsysteme lässt sich mit dem Bild eines griechischen Tempels vergleichen: Die Säulen des Tempels sind die nationalen Förderorganisationen und ihre Förderaktivitäten. Der Giebel und das Dach des European Research Council symbolisieren diejenigen Aktivitäten, die länderübergreifend den europäischen Mehrwert für die scientific community finanzieren.

Quellen:
  (= Beiträge zur Hochschulforschung, Heft 2, 25. Jahrgang, 2003)